SEA Banner

Dr. Andreas Rickert, AT

Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Aktiengesellschaft PHINEO

Was bedeutet für Sie persönlich Sustainable Entrepreneurship?

Letztlich geht es darum, bei allem Handeln – im unternehmerischen wie auch gesellschaftlichen und privaten – verantwortungsbewusst zu sein und möglichst positive soziale, ökonomische und ökologische Wirkungen zu entfalten. Dies ist jetzt zwar eine sehr allgemeine Antwort, aber wenn diese Denkweise eine konsequente und breite Umsetzung findet, werden wir einen weitreichenden und positiven Paradigmenwechsel erleben.

Wie tief verankert ist diese Denkweise aus Ihrer Sicht schon in den Gesellschaft, vor allem aber in den Köpfen der Unternehmer?

Ich habe den Eindruck, dass es mittlerweile bei vielen Akteuren die Erkenntnis gibt, dass soziale und ökologische Dimensionen nicht ein „notwendiges Übel“ sind, sondern unglaubliche Potenziale haben und somit auch wirtschaftlichen Erfolg befördern können. Der Weg von der Erkenntnis hin zur wirklichen Implementierung und Heben der Potenziale ist aber gerade erst am Anfang.

Sie sind Vorstandsvorsitzender der PHINEO gemeinnützige AG…Welche Rolle spielt Phineo bei der Vorantreibung nachhaltigen Wirtschaftens?

Als Analyse- und Beratungshaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement sind wir in Bezug auf Unternehmen primär im Bereich Corporate Citizenship verortet. Nachdem sich viele Unternehmen in den letzten Jahren sehr gut und glaubwürdig im Bereich CSR und Nachhaltigkeit aufgestellt haben, sehen und unterstützen wir Unternehmen dabei, sich auch als „Corporate Citzen“ wirkungsvoll zu engagieren, so dass der ‚social case‘ und der ‚business case‘ zusammenkommen.

Wie wichtig ist es Ihnen nachhaltiges Denken vorzuleben und inwiefern tun Sie das?

Wir sind eine Missions-getriebene Organisation; insofern ist all unser Handeln darauf ausgerichtet eine positive gesellschaftliche Wirkung zu erzielen. Und auch nach innen gerichtet bemühen wir uns möglichst nachhaltig zu agieren – vom Personalmanagement bis hin zum Drucken.

Wie schätzen Sie die Rolle und Position von Österreich bei der Weiterentwicklung von Sustainable Entrepreneurship ein?

Diese Initiative aus Österreich setzt auch international wichtige Impulse.

Der SEA zeichnet jedes Jahr Unternehmer für außergewöhnliche Projekte aus, mit denen Sustainable Entrepreneurship in der Praxis umgesetzt wird. Was hat Sie überzeugt, diese Idee zu unterstützen?

Um den oben beschriebenen ‚Paradigmenwechsel‘ hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen, braucht es eine Debatte und inspirierende Leuchttürme – und hier leistet der SEA einen wertvollen Beitrag.

In welcher Weise kann jeder einzelne von uns dazu beitragen, die Wichtigkeit und Wertigkeit von Sustainable Entrepreneurship zu steigern?

Jeder von uns ist in unterschiedlichen Rollen unterwegs – als Kunde, Konsument, gesellschaftlich Engagierter, Mitarbeiter, Investor etc. – und in all diesen Rollen kann und sollte man verantwortungsbewusst und mit Freude an gesellschaftlichen Dimensionen jeden Handelns agieren.

Und letzte Frage: Was ist das beeindruckendste Beispiel für Sustainable Entrepreneurship, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Wir brauchen alle Talente und Potenziale für unsere Gesellschaft – hier leistet Career Moves einen schönen Beitrag.